Mein Bluthochdruck-Blog

 
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11.3.2010: 155/98

Nicht weil die Dinge schwierig sind, wagen wir sie nicht, sondern weil wir sie nicht wagen, sind die Dinge schwierig.


Seneca

Bluthochdruck
Wörterbuch

Schön,dass Sie sich Zeit genommen.
Ich mir für die Ärztin? Es geht doch um meine Gesundheit?

Frau Dr. K. hat die Liste ausgedruckt, eine schöne Graphik erstellt und erläutert:

Der durchschnittliche Tageswert liegt bei 155/98, der systolische Wert ist zu hoch, hier gleich über 180, der diastolische Wert ist allgemein zu hoch.
Gut ist dass die Werte in der Nacht sich absenken auf normal und dann erst am Morgen wieder ansteigen.


Was bedeutet das?
Der Blutdruck ist zu hoch, das geht auf die Blutgefäße und das Herz. Das ist sehr gefährlich. Schlaganfall und Herzinfarkt sind die Folgen.
Was kann ich tun?

Ich würde Ihnen Betablocker verschreiben und mit einem anderen Medikament kombinieren. Das probieren Sie dann eine Zeitlang aus und dann können wir nachbessern.

Wie lange?
Erst mal ein halbes Jahr mindestens...

Kann ich noch bin nächste Woche warten und mit Dr. H. das besprechen.

Ich würde sofort beginnen. Sie können jederzeit damit rechnen, dass Sie einen Herzinfarkt bekommen oder einen Schlaganfall.

Ich merke, dass ich mich aufrege. Aber Sie kennen mich doch gar nicht. Sie wissen nicht wie ich lebe, Sie wissen nicht, ob ich Stress habe, ob ich trinke, ob ich rauche.
Ich habe Ihre Blutwerte gesehen, die sind in Ordnung.

Kann man nicht ohne Medikamente erst mal etwas probieren.
Ich habe mir schon gedacht, als Sie gestern am Telefon gezögert haben, dass Sie keine Medikamente nehmen wollen.

Ich möchte mich vorher noch etwas informieren und mit meiner Heilpraktikerin besprechen und ich möchte nicht einfach ein Jahr lang Versuchskaninchen sein.
Ich habe gestern ein wenig recherchiert und ...
Sie unterbricht mich:
Ich garantiere Ihnen, dass Sie mit diesen Blutdruckwerten in den nächsten 5 Jahren einen Herzinfarkt oder Schlaganfall bekommen.

Ich gehe das Risiko ein, verabschiede mich nicht freundlich, danke für Ihre fürsorgliche Behandlung.

Gut dass ich nicht arztgläubig bin? Oder hätte ich doch gleich mir Medikamente verschreiben lassen sollen?
Die Drohung macht mich skeptisch.
Zweifel bleiben: Wird schon nichts sein. Morgen spreche ich mit P.

Am Abend lese ich weiter im Internet über Bluthochdruck, Bluthochdruckwerte etc. Meine liebe Gattin versucht zu trösten: Du Armer!
Machst Du Dir Sorgen?

Ich krieg das schon in Griff.